Andelfingen, 5.März 2026 – Was bleibt von einer Reise? Manchmal ist es ein Geschmack. Immer mehr Hotels gehen kulinarisch eigene Wege und produzieren ihre Lebensmittel selbst – auf eigenen Feldern, in hoteleigenen Zuchten oder durch Veredelung im Haus. Vom Olivenöl aus eigener Landwirtschaft über Käse mit hauseigener Affinage bis zur Glace eines Sternekochs entstehen so Spezialitäten mit klarer Handschrift – und kulinarische Erinnerungen, die Gäste mit nach Hause nehmen können.
Hotel Bareiss, Baiersbronn: Forellen aus hoteleigener Fischzucht
Im Schwarzwald geht das Hotel Bareiss einen aussergewöhnlichen Weg: Mit dem Forellenhof Buhlbach betreibt die Gastgeberfamilie eine eigene Fischzucht – vom Ei bis zur Veredelung vor Ort. Regenbogenforellen, Lachsforellen, Goldforellen und Saiblinge wachsen hier unter kontrollierten und allerbesten Bedingungen heran, bevor sie frisch verarbeitet oder nach dem traditionellen Altonaer Verfahren im Heiss- oder Kaltrauch veredelt werden. Ob heiss geräucherte Forellen, kalt geräucherte Lachsforellenfilets, Forellenkaviar oder frische Speisefische – sämtliche Produkte stammen aus eigener Aufzucht.
Erhältlich sind sie im «Forellenlädle» in Buhlbach sowie in der Boutique «Das Lädle» im Hotel Bareiss. Ein Online-Vertrieb besteht bewusst nicht – Regionalität und Frische stehen im Mittelpunkt.
My Arbor, Brixen: Olivenöl aus eigener Landwirtschaft am Gardasee
Im 5*-Hotel My Arbor beginnt das kulinarische Konzept nicht in der Küche, sondern auf den eigenen Feldern. Die Gastgeberfamilie bewirtschaftet 20 Hektar Landwirtschaft am Gardasee – von Obst und Gemüse bis zu Oliven. Daraus entsteht seit 2023 auch das hauseigene Olivenöl, das im Hotel verwendet und direkt vor Ort angeboten wird. Das Öl steht exemplarisch für das konsequent gelebte Farm-to-Table-Verständnis des Baumhotels: eigene Rohstoffe, persönliche Bewirtschaftung und eine Herkunft, die man schmeckt.
Gäste können das Olivenöl in der 250-ml-Flasche (7,50 €) oder 750-ml-Flasche (18 €) mit nach Hause nehmen – als mediterranes Pendant zur alpinen Auszeit.
The Chedi Andermatt: Ein Käselaib mit eigener Affinage
Im The Chedi Andermatt gehört Käse zur kulinarischen Identität des Hauses – sichtbar etwa im eindrucksvollen Käseturm im The Restaurant. Mit dem «The Chedi Käselaib» hat das Hotel eine eigene Spezialität geschaffen: Der Laib wird im Emmental hergestellt und anschliessend im Haus während zwei bis drei Monaten weitergereift und affinert. Durch regelmässiges Reiben und die Behandlung mit einer hauseigenen Tinktur erhält er seine charakteristische Aromatik. Nach insgesamt rund sechs Monaten Reifezeit entwickelt der Käse eine intensive, leicht süssliche Note mit Anklängen von Trockenbirne und Anis – ein Geschmack, der so nicht im Handel erhältlich ist.
Serviert wird er im Hotel und ist ausschliesslich vor Ort in 100-g-Stücken (CHF 15.–) erhältlich.
Cresta Palace Celerina, Engadin: Bündner Nusstorte mit Feinschliff
Im Cresta Palace Celerina gehört die Bündner Nusstorte seit rund 30 Jahren zum festen Repertoire des Hauses. Vor acht Jahren erhielt das «Cresta Palace Hotel Original Rezept» durch Maitre Chef Pâtissier Andrea Burrofato ein behutsames Fine-Tuning – und damit ihre heutige Form. Von Grund auf hausgemacht, entsteht die Torte mit sorgfältig ausgewählten Zutaten: Kalifornische Baumnüsse, lokaler Honig aus dem Bergell sowie Mehl, Zucker, Butter und Rahm aus der Schweiz. Die Kombination aus hochwertigen Rohstoffen, handwerklicher Präzision und der Verbundenheit mit diesem Engadiner Klassiker verleiht ihr ihren unverwechselbaren Charakter.
Erhältlich ist die Nusstorte sowohl vor Ort als auch online – als kleine Variante (CHF 29.–) oder gross (CHF 42.–).
HUBERTUS Mountain Refugio: Gewürzmischungen als Ausdruck der Küchenphilosophie
Im HUBERTUS Mountain Refugio Allgäu ist Kulinarik Teil des ganzheitlichen HolisticLife-Ansatzes des Hauses. Regionale Zutaten, bewusste Kompositionen und ein feines Gespür für Balance prägen die Küche – und setzen sich bis in drei hauseigene Gewürzmischungen fort. «Gold Marie», «Tausendsassa» und «Wild Thing» wurden vom Küchenteam entwickelt und im Haus komponiert. Die Mischungen greifen die alpine Aromatik auf – von Kreuzkümmel, Fenchel und Orangenblütenblättern bis zu Wacholder und Piment – und verleihen vegetarischen wie kräftigen Gerichten eine charaktervolle Note. So wird aus der Gewürzmühle ein kleines Stück HUBERTUS-Küche für die eigene Speisekammer – und eine Erinnerung an eine Kulinarik, die Balance und Charakter vereint.
Erhältlich sind die Gewürzmischungen im Hotel für € 9,90 pro Mühle.
Einstein St.Gallen: RICHICE – Glace mit Sterne-Handschrift
Im Einstein St.Gallen trägt selbst die Glace eine klare kulinarische Handschrift. «RICHICE» wurde 2020 von Richard Schmidtkonz, dem mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Küchenchef des Einstein Gourmet, entwickelt und wird direkt im Einstein hergestellt. Die verschiedenen Sorten entstehen aus besten Zutaten und bewusst ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe. Von Klassikern wie Vanille, Schokolade oder Haselnuss bis zu Kreationen wie Grapefruit-Yuzu oder Mango-Passionsfrucht reicht die Auswahl – jede Variante Ausdruck eines handwerklichen Anspruchs, der weit über gewöhnliches Hotel-Eis hinausgeht.
Erhältlich ist RICHICE im Bistro St.Gallen sowie an der Hotelrezeption, ab CHF 5.– pro Becher.
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